Was sind Spanndecken?

Spanndecken sind Deckenverkleidungen, die unter bestehenden Decken in Profilleisten eingespannt werden. Im Vergleich zu abgehängten Decken gestaltet sich die Montage von Spanndecken weniger aufwendig. Wer handwerklich geschickt ist, kann durchaus zur Selbsthilfe greifen. In diesem Ratgeber werden die wichtigsten Aspekte einer Spanndecke beschrieben. Gleichzeitig werden Tipps für den Einbau gegeben, damit diese Lösung für das Haus dauerhaft greift.

Praktische Gesichtspunkte bei Spanndecken

Spanndecken bestehen aus dünnem Gewebe oder Folien. Sie weisen nur ein Gewicht von 200 bis 400 Gramm auf und wiegen etwa ein Zehntel im Vergleich zu anderen Deckenverkleidungen. Die einfache Installation und das geringe Volumen der Spanndecke bringen den Vorteil mit sich, dass gezielt mit hochwertigen Materialien gearbeitet werden kann, die sich durch antistatische, antibakterielle, feuchtigkeitsabweisende, staubfaserfreie, schwer entflammbare, pflegeleichte, robuste und chlorbeständige Eigenschaften auszeichnen. So günstig können Spanndecken sein.

Der Nutzer verfügt über einen großen Spielraum bei der Deckenverkürzung und damit über ausgezeichnete Möglichkeiten in Bezug auf die Wärmedämmung und den Lärmschutz. Perforiertes Gewebe oder Deckensegel können zum Beispiel einen Teil der Akustik auffangen, den Nachhalleffekt beseitigen und die Lautstärke im Raum um bis zu zehn Dezibel drosseln. Dieser Wert bedeutet eine Lärmreduktion um die Hälfte im Vergleich zum Ausgangswert.

Was die Wärmedämmung angeht, liegen die Vorteile von Spanndecken in der Deckenverkürzung, sodass für die Erwärmung des Raums weniger Energie verwendet werden muss, sowie in der Nutzung von Materialien mit einer besseren Wärmedämmung. Als Energiefresser erweisen sich insbesondere hohe und schlecht isolierte Decken, denen mit guten Spanndecken zu Leibe gerückt werden kann.

Dekorative Effekte durch eine schöne Spanndecke

Spanndecken sind in zahlreichen Variationen zum Beispiel in Bezug auf Farben, Formen und Design verfügbar. Sie eignen sich sehr gut darin, bestehende Räume mit Bedeutungen aufzuladen und für ein völlig neues Raumgefühl zu sorgen. Der Besitzer kann sich für ein Modell entscheiden, das seinen ästhetischen Vorlieben am ehesten entspricht. Farbdecken können matt oder glänzend sein und mit impressionistischen und expressionistischen Farbtönen dem Heim den gewünschten Charakter einhauchen. Viele Nutzer greifen zur Erzeugung einer besonderen Atmosphäre auf Spanndecken mit eingebauter Beleuchtung zurück.

Im Trend liegen hierbei Spanndecken mit einer dauerhaften sanften Beleuchtung zur Erzeugung einer romantischen Stimmung. Beliebt bei Spanndecken ist auch die dauerhafte Ausleuchtung von Motiven, um diese noch stärker in Szene zu setzen. Glänzende Spanndecken besitzen wiederum den Effekt, einen Raum optisch zu vergrößern. Als Dekor beliebt sind spezielle Spots und Zierleisten an der Spanndecke.

Wann bietet sich die Spanndecke an?

Spanndecken werden insbesondere dann eingebaut, wenn die Altdecke hässlich und baufällig geworden ist oder um unschöne Rohre und Verkabelungen zu kaschieren. Auch wenn die alten Decken nicht mehr funktional sind, bieten sich Spanndecken als kostengünstige Alternative zu einer Kernsanierung an. Trotz der geringen Intensität der Maßnahme sind die Möglichkeiten für den Nutzer immens, seine Decke im Sinne gewünschter Eigenschaften aufzupolieren.

Der Einbau der Spanndecke

Für den Einbau der Spanndecke empfiehlt sich die Hilfe einer weiteren Person, die dem Heimwerker während der Arbeit sämtliche benötigten Gegenstände zuführen kann. Da jede Spanndecke ein Unikat ist, muss vor dem Einbau eine Vermessung des Raums erfolgen. Ansonsten werden als Werkzeuge für die Arbeit zumeist nur ein Akkuschrauber, eine Montagespachtel, ein Teppichmesser (Cutter) sowie ein Hammer benötigt. Hilfreich für die Bespannung kann zudem ein Heizstrahler zur besonderen Glättung der Spanndecke vor der Einarbeitung sein.

Nun werden die Halteprofile einmontiert und die Spanndecke an den Ecken befestigt, sodass diese lose herunterhängt. Mittels Leisten wird die Spanndecke nun straff gezogen. Zur Verbindung von Form und Funktion greifen Nutzer an dieser Stelle gern auf Zierleisten zurück. Um die Spanndecke in die Halterung einzuspannen, bietet sich als Werkzeug eine Montagespachtel an. Gleichzeitig erfolgt die Montage der Lichtquellen und der dafür notwendigen Elektrik. Der Einbau einer Spanndecke erfordert nicht einmal einen ganzen Arbeitstag. Zudem wird bei der Montage nur wenig Schmutz verursacht.

Quelle Foto: https://cdn.pixabay.com/photo/2015/05/26/09/48/suspended-ceiling-784421_...