Kappsäge oder Tischkreissäge?

Wo liegen die Unterschiede?

Die Tischkreissäge kann mittlerweile als eine Art Klassiker unter den Sägen bezeichnet werden. Denn sie kommt bereits sehr viele Jahre im privaten wie auch im gewerblichen Bereich zum Einsatz. Im Laufe der Zeit wurde allerdings stetig die Qualität der Geräte verbessert und es kommen auch immer noch regelmäßig neue Modelle auf den Markt. Der folgende Artikel vergleicht die Tischkreissäge mit der Kappsäge und erläutert, welche Vor- und Nachteile die beiden Maschinen haben.


Die Tischkreissäge - einfach zu bedienen und effizientes Arbeiten

Die Tischkreissäge lässt sich vergleichsweise einfach bedienen und eignet sich daher auch für Anfänger. Dennoch sollte hierbei, vor allem am Anfang, vorsichtig vorgegangen werden. Zudem sind die einzelnen Bauteile sehr stabil, robust und halten daher in der Regel auch viele Jahre. Und wenn das Sägeblatt einmal stumpf ist, kann es ohne besonders großen Aufwand in Eigenregie ausgetauscht werden.

Sehr gut für einfache Sägearbeiten geeignet

Mit der Tischkreissäge sind viele einfache Sägearbeiten relativ schnell erledigt. Und dabei können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen. Wer allerdings versucht, zwei schmale Leisten auf Gehrung zu sägen, steht schnell vor einem großen Problem. Denn die Tischkreissäge ist nicht in der Lage, sogenannte Winkelschnitte vorzunehmen. Diese Eigenschaft ist aber sehr wichtig, um zum Beispiel Holzstücke in einem bestimmten Winkel zuzuschneiden, damit sie ideal an andere Holzstücke passen.

Die Kappsäge - für kompliziertere Arbeiten

Im Vergleich zu der Tischkreissäge ist die sogenannte Kappsäge in der Lage, Holzschnitte auf Gehrung und horizontale Winkelschnitte durchzuführen. Sehr praktisch sind Modelle, die mit einer Zugfunktion ausgestattet sind. Denn diese sind flexibel einsetzbar und liefern sehr präzise Resultate. Der Sägekopf der Kappsäge mit Zugfunktion ist auf einer speziellen Führungsebene fixiert, wodurch eine bedarfsgerechte Einstellung möglich ist.

Präzision ist gefragt

Beim Sägen, insbesondere bei sehr exakten Zuschnitten, ist Präzision gefragt. Und diese ist in der Regel bei der Kappsäge gegeben. Mit ihr können Sie nicht nur dickere, sondern durchaus auch dünnere Holzstücke ganz nach Ihren Wünschen zusägen und auf Wunsch auch auf Gehrung schneiden. Unter anderem kann dies von Vorteil sein, wenn Bilderrahmen oder Kabelleisten für gekrümmte Rohre und diverse Verbindungsstücke hergestellt werden müssen. Hier kommt eine normale Tischkreissäge schnell an ihre Grenzen, die Kappsäge nicht. Letztere eignet sich durchaus auch für feinere Arbeiten. Damit stellt sie sozusagen eine praktische Ergänzung zu der Tischkreissäge dar und kommt dann zum Einsatz, wenn diese an ihre Grenzen stößt.

Mit der Kappsäge mit Zugfunktion können Sie unter anderem auch waagerechte Winkelschnitte durchführen. Diese sorgt, durch ihre spezielle Bauweise, für eine deutlich höhere Schnittbreite und damit auch für präzisere Ergebnisse. Grundsätzlich erleichtert die Kappsäge viele Arbeiten und kann durchaus auch dafür verwendet werden, um Bretter zu kürzen und zu schneiden.

Fazit

Beide Geräte können für bestimmte Arbeiten sehr nützlich sein. Daher sollten Sie vor einem möglichen Kauf genau überlegen, wofür Sie das Gerät bevorzugt nutzen wollen. Eventuell kann es auch Sinn machen, beide Ausführungen zu besitzen, um für jede Arbeit das passende Gerät zur Hand zu haben. Vorteilhaft ist, dass bei der Arbeit mit der Kappsäge keine eigene Kraft aufgebracht werden muss, da das Holz geführt wird. Sie eignet sich für saubere und präzise Arbeiten in einem genauen Winkel. Bei der Tischkreissäge wird das Schneidblatt dagegen über das Schneidgut geführt. Sie reicht für gerade Schnitte und viele unterschiedliche und einfache Arbeiten aus. Vorteilhaft ist auch, dass mit der Tischkreissäge mit verschiedenen Sägeblättern unterschiedliche Materialien geschnitten werden können.

Wenn Sie sich eine Kappsäge kaufen wollen, sollten Sie ein Modell mit Zugfunktion wählen. Denn mit dieser können Sie auch breiteres Schnittgut zerkleinern. Wollen Sie trotzdem nicht auf die Tischkreissäge verzichten, sollten Sie einfach beide Modelle kaufen. Denn gerade dann, wenn Sie viele Arbeiten rund um Ihr Haus in Eigenregie durchführen, sollten Sie immer die passende Säge zur Hand haben.

Die Tischkreissäge kann für alle einfachen Arbeiten verwendet werden, bei denen die Werkstücke nicht auf Gehrung geschnitten werden. Dafür eignet sich dann das Kapp-Modell. Mit dieser Säge können Sie zwar theoretisch auch gerade Schnitte durchführen, allerdings deutlich aufwendiger als mit der Tischkreissäge.

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