Sauberkeit im Neubau

Neubau: So wird das Eigenheim nach dem Bau richtig sauber

Das eigene Traumhaus zu bauen, macht viel Freude, aber auch jede Menge Arbeit. Obwohl die meisten Maßnahmen spezialisierte Handwerksbetriebe ausführen, müssen Bauherren trotzdem noch jede Menge Eigeninitiative aufbringen. Sind die Elektriker, Fensterbauer, Installateure und Dachdecker abgezogen, befindet sich das Haus in der Regel nur im besenreinen Zustand.

Damit die Malerarbeiten und das Verlegen von Böden beginnen kann und das Haus bezugsfertig wird, muss immer wieder grober und feiner Schmutz beseitigt werden. Bauherren merken nur allzu schnell, dass sie dabei mit einem gewöhnlichen Staubsauger sowie Besen und Schaufel schnell an ihre Grenzen stoßen.

 

Hohe Baustaubbelastung kann gesundheitsgefährdend sein


Nach jedem Handwerkerbesuch steht eine Zwischenreinigung an, damit die Arbeiten am Haus effektiv weiter gehen können. Besonders schnell reagiert werden muss auf Spritzer von der Fassadenfarbe, Rauputz oder Bauschaum, der zum Einbau von Fenstern und Türen verwendet wird. Setzen sich diese Verschmutzungen erst einmal fest, sind sie hinterher nur noch mühselig zu entfernen und es entstehen oft unschöne Flecken.

Wenn es an den Abtransport von kleineren Bauschuttteilchen und Baustaub geht, empfiehlt sich das Tragen eines Mundschutzes. Denn bei Baustaub handelt es sich um mineralischen Mischstaub, der sich aus Beton, Gips, Kalk, Sand und Zement zusammensetzt. Besonders gesundheitsgefährdend ist Quarzstaub, der Silikose und später Lungenkrebs verursachen kann. Auch diverse Unverträglichkeiten werden mit Baustaub in Verbindung gebracht.


Haushaltsstaubsauger eignen sich nicht auf Baustellen

 

Neubau und Gesundheit

Da Bauherren viele Wochen und Monate in ihrem Rohbau verbringen, ist dieses Staubrisiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Damit nicht zu viel Staub aufgewirbelt und die Atemwege nicht unnötig belastet werden, sollten sämtliche Böden vorab leicht angefeuchtet werden. Wasser hat die Eigenschaft, Schmutz zu binden, wodurch der Staub beim Fegen nicht mehr aufgewirbelt wird. Das kann zu einer Sisyphusarbeit ausarten. Selbst dann, wenn ein haushaltsüblicher Staubsauger verwendet wird.

Diese Geräte tun ihren Dienst zwar zuverlässig in Mietwohnungen und auf Teppichböden, doch geht es um Bauschutt, ist deren Kapazität erschöpft. Aus diesem Grund lohnt sich für Bauherren die Investition in einen Industriestaubsauger. Diese Sauger sind längst nicht mehr riesige Maschinen, die nur in Betrieben und auf Großbaustellen im Einsatz sind. Heutige Geräte präsentieren sich bei hoher Leistungsfähigkeit mittlerweile auch kompakt.


Nassstaubsauger leisten gute Dienste bei Umbau- und Renovierungsarbeiten


Bei Industriestaubsaugern stehen mehrere Varianten zur Auswahl. Besonders empfehlenswert im eigenen Haus sind Nassstaubsauger. Diese Staubsauger helfen auch später bei Renovierungs- und Umbaumaßnahmen, alles sauber zu halten. Daneben ersetzen sie den normalen Haushaltsstaubsauger. Aufgesaugt werden nicht nur Staub, Krümel und alltägliche Verschmutzungen, sondern das Gerät saugt ebenfalls Flüssigkeiten und feuchte Verunreinigungen auf.

Das ist besonders praktisch, wenn ein Putzeimer umgefallen ist oder im Keller große Mengen an Wasser beseitigt werden müssen. Außerdem werden Teppiche und Polstermöbel gründlich gereinigt. Zunächst lösen Wasser und ein spezielles Reinigungsmittel die Verschmutzungen auf und anschließend wird die überschüssige Flüssigkeit mitsamt den Schmutzpartikeln abgesaugt. Flächen trocknen so schnell ab und es bilden sich keine störenden Wasserränder.


Auch Allergiker profitieren von Nassstaubsaugern

 

Sauberkeit Baustelle


Doch es gibt noch mehr gute Gründe, die für einen Nassstaubsauger sprechen. Immer mehr Menschen leiden unter einer Hausstauballergie. Auslöser ist die europäische Hausstaubmilbe, die selbst im saubersten Haus zu finden ist. Die etwa einen halben Millimeter große Milben siedeln sich bevorzugt in Matratzen, Polstern und Teppichen an, wo sie reichlich menschliche Hautschuppen als Nahrungsquelle finden.

Mehr als das 200-fache ihres Körpergewichts produzieren diese Milben an Kot, der sehr eiweißreich ist. Genau auf diese Eiweiße reagieren Allergiker empfindlich. Um Herr über die Milben zu werden, raten Experten zu regelmäßigem feuchten Wischen und Reinigung aller Matratzen und Polster. Genau hier kommt ein Nasssauger ins Spiel, denn das leistungsfähige Gerät spült aus der obersten Polster- und Teppichschicht Milben und Kot heraus, wodurch die Allergene mit dem Wasser gebunden werden. Gleichzeitig verschwindet der Schmutz, was sich positiv auf die Trockenzeit von Polstern und Teppichen auswirkt.

Quelle Fotos: pixabay.com