Werkzeug unter Strom
Wer elektrische Leitungen in einer Wand finden möchte, der muss kein Hellseher sein. Es gibt einige Tipps, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt. Immer nach einem Umzug beginnt die Zeit, wo dann Regale, Bilder und weitere Objekte an die Wand kommen sollen. Oft wird einfach nur ein Nagel eingeschlagen und wenn dann eine elektrische Leitung getroffen wird, kann dies fatale Folgen haben. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wo sich diese Leitungen denn genau befinden.
Die Leitungen befinden sich immer dort, wo diese in dem obligatorischen Installationsplan vorkommen. Dabei gibt es eine Norm, weshalb die Leitungen 45 Zentimeter oberhalb des Fußbodens und unterhalb der Decke verlaufen. Der Abstand rund um die Türen und Fenster beträgt zwanzig Zentimeter. Oftmals verbergen sich Leitungen in der Küche bei einer Höhe von einem Meter, denn dies ist die Arbeitsplattenhöhe. Damit nichts passieren kann, heißt es Finger weg von Strom und Wasser, denn diese Kombination gefährdet das Leben.
Elektrische Geräte dürfen aus diesem Grund nie mit nassen Händen bedient werden und die Geräte dürfen niemals nass werden. Es sollte immer beherzigt werden, dass die Sicherung rausgedreht wird, wenn an Steckdosen und strombetriebenen Geräten gearbeitet wird. Die einzige Ausnahme liegt in einem Prüfgerät, denn nach einem Check können beispielsweise Lampen ohne Bedenken getauscht werden.
Ganz wichtig ist immer die richtige Kleidung, denn Metall leitet und Plastik isoliert. Wird Hand an die Elektrik gelegt, dann sollten immer Gummistiefel angezogen werden. Natürlich sollte auch keiner auf die Idee kommen, mit Nadeln oder Ähnlichem in einer Steckdose zu stochern. In der Küche sollten die Steckdosenleisten wirklich nur für Wasserkocher und Toaster verwendet werden.
Eine einzelne Dose ist für den Kühlschrank und die Spülmaschine, denn diese benötigen viel Strom. Ansonsten besteht die Gefahr von einem Schwelbrand. Wer als Handwerker selbst probiert und Stromkabel schnell diagonal verlegt, der hebt für die Nachmieter ein gefährliches Erbe auf. Allerdings müssen die Erben auf eine übliche Norm vertrauen.
Es ist wichtig, dass bei einem Umzug überprüft wird, ob Fachleute an der Elektrik waren. Beispielsweise sollte am Verteilerkasten ein E-Check-Aufkleber angebracht sein. Außerdem kommen seit dem Jahr 2008 Schutzleiter bei den Steckdosenkreisen bei Neubauten vor. Wird somit eine Leitung versehentlich getroffen, dann schaltet sich der Strom selbst ab.