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Rekordumsätze durch Heimwerker

In Deutschland ist das Heimwerken nach wie vor eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung, was ja auch absolut verständlich ist. Denn man schafft etwas mit seinen eigenen Händen, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und spart nebenbei meist noch eine Menge Geld, das ansonsten der professionelle Handwerker einstecken würde.

Rekordjahr 2010

Doch auch wenn die Deutschen wohl eine der führenden Heimwerker-Nationen Europas sind, war das Jahr 2010 ein absolutes Rekordjahr hinsichtlich der Umsätze in der Baumarkt- und Heimwerkerbranche. Unglaubliche 18,4 Milliarden Euro wurden im gesamten Bundesgebiet im Jahr 2010 in Baumärkten, Handwerks- und Bastelläden umgesetzt. Das ist gegenüber dem Vorjahr 2009, als „nur“ 17,4 Prozent umgesetzt wurden, ein sattes Plus von über drei Prozent. Doch das ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange, denn das Jahr 2011 verspricht nach neuesten Marktforschungsergebnissen noch ertragreicher zu werden. Um weitere drei bis vier Prozent soll der Umsatz gegenüber 2010 steigen.

Das zeigt auch die Tatsache, dass sich die zahlreichen Fachgeschäfte in Deutschland wie etwa meinbad24 zur Zeit vor Aufträgen kaum retten können und ein Ende des Trends ist im Moment ebenfalls nicht absehbar. Egal ob es sich um Landhausdielen, Teppiche, Werkzeug, Garten- oder Innendekoration handelt, die Deutschen kaufen Heimwerker-Utensilien was das Zeug hält.

Gartenzubehör am beliebtesten

Dass die deutschen Baumarktkunden am liebsten im Freien werkeln, zeigt auch die Tatsache, das 22 Prozent des erwirtschafteteten Umsatzes durch den Bereich Garten und Gartenzubehör erwirtschaftet wurden. Auf Platz zwei landeten die Sparten Baustoffe und Bauchemikalien, die mit 12 Prozent ebenfalls sehr beliebt waren. Bei den technischen Geräten wurde am häufigsten der gute alte Akkuschrauber gekauft, der nach wie vor als das beliebteste bzw. das meist verkaufte Werkzeug Deutschlands gilt.

Zahl der Baumärkte gleich geblieben

Auch wenn man annehmen könnte, dass die Anzahl der deutschen Baumärkte durch die immer größer werdende Nachfrage eigentlich stetig steigen müsste, so ist die Zahl in den letzten 15 Jahren eigentlich relativ konstant geblieben. Rund 2.500 Baumärkte gibt es in Deutschland, was sich jedoch in den letzten 15 Jahren geändert hat, ist lediglich die Größe der Baumärkte – entweder werden ältere Märkte großzügig ausgebaut oder, wenn der Umbau zu teuer wäre, abgerissen und an anderer Stelle neu aufgebaut. Dazu kommt noch, dass in den letzten 15 Jahren viele kleine Fachgeschäfte schließen mussten, da die Konkurrenz durch die europa- und bundesweit agierenden Baumarktketten immer größer wurde. Durch die immer größer werdenden Märkte steigt allerdings auch die Anzahl der Mitarbeiter in der ganzen Branche: im Jahr 2010 waren rund 480.000 Mitarbeiter in Deutschland im Baumarktsektor beschäftigt und erwirtschafteten 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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