Kamin selber bauen leicht gemacht
Was gibt es schöneres, als sich an kalten Winterabenden vor dem Kamin zu versammeln und in gemütlicher Atmosphäre dem Knistern des wärmenden Feuers zu lauschen? Kamine werden in Deutschland immer beliebter. Beim Hausbau wird der Einbau eines Kamins häufig mit eingeplant. Wer jedoch ein älteres Haus besitzt, kann sich den Traum vom eigenen Kamin auch im Nachhinein erfüllen. Wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind, lässt sich ein Kamin mit ein wenig handwerklichem Geschick sogar selbst bauen.
Bauliche Voraussetzungen prüfen
Ob romantische Kachelöfen, moderne Ethanol Kamine oder platzsparende Kaminöfen - Kamine gibt es in allen erdenklichen Formen und Ausführungen. Moderne Kachelöfen sind besonders preisgünstig, beanspruchen wenig Platz und können bequem an beinahe jeden Schornstein angeschlossen und jederzeit wieder abmontiert werden. Wer sich seinen Kamin selbst bauen möchte, sollte zunächst von einem Fachmann überprüfen lassen, ob alle nötigen baulichen sowie gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Ein solches Gutachten kann zum Beispiel der Schornsteinfeger erstellen. Ist der Bau vollendet, dann muss der Schornsteinfeger erneut eine professionelle Abnahme des Kamins vornehmen.
Materialbeschaffung
Je nach handwerklichen Kenntnissen und Geschick kann man den Bau des Kamins vollständig allein vornehmen, oder aber einen Fertigbausatz verwenden, wie er im Baumarkt erhältlich ist. Soll der Kamin eigenhändig gebaut werden, muss zunächst alles notwendige Baumaterial besorgt werden. Für den Sockel, den Kaminsims sowie für die Untermauerung eignet sich Porenbeton aufgrund seiner wärmetechnischen Eigenschaften besonders gut. Diese Art von Beton besitzt zudem ein besonders geringes Eigengewicht und verringert dadurch etwaige Probleme mit der Deckenüberlastung und der Statik.
Für den Kamin und seine Verkleidung wird feuerfestes Material benötigt. Auch hierfür ist Porenbeton die erste Wahl. Er verfügt über eine geringe Wärmeleitfähigkeit und wird aus diesem Grund auf der feuerabgewandten Seite nicht heiß. Für die Verkleidung des Kamins können Planplatten oder Plansteine aus Porenbeton genutzt werden.
Auf der Seite, die der Mauer des Hauses zugewandt ist, sollte die Verkleidung als Vormauerung ausgeführt werden. Hierzu können beispielsweise die Planbauplatten mit Dünnmörtel vermauert werden. Bei dieser Arbeit ist besonders darauf zu achten, dass die Oberfläche der Verkleidung sowie der Nischen zur Lagerung des Brennstoffs sich nicht höher als maximal 85 Grad Celsius erhitzen. Wird der feuerfeste Porenbeton als Baumaterial verwendet, gilt ein Höchstwert von 120 Grad Celsius.
Kamin ohne Schornstein
Auch wenn in der eigenen Wohnung oder im Haus kein Schornstein vorhanden ist, muss nicht auf einen Kamin verzichtet werden. Es gibt spezielle Kamine, die mit Bioalkohol oder Gel betrieben werden können. Diese Ethanol Kamine produzieren keinen Rauch und benötigen keinen Schornstein. Wie bei herkömmlichen Kaminen entsteht auch hier beim Verbrennen eine Flamme, die jedoch anstatt Rauch lediglich Wasserdampf und Kohlendioxid erzeugt. Derartige Ethanol Kamine erzeugen nicht nur eine gemütliche Stimmung sondern tragen aufgrund ihrer geringen Heizleistung auch noch zur Erwärmung des Wohnraums bei.