Heizung verlegen
Gerade im Winter ist es wohl der Traum von jedem eine Fußbodenheizung zu haben. Gerade Frauen haben ja bekanntlich ständig kalte Füße. Wie angenehm wäre es da, wenn man morgens aufsteht und mit nackten Füßen auf einem aufgewärmten Fußboden laufen kann? Doch genauso finden sehr viele Menschen auch einen Holzfußboden, wie Laminat oder Parkett, sehr schön. Doch entgegengesetzt zur vorherrschenden Meinung ist eine solche auch bei einem Holzfußboden möglich.
Grundsätzlich kann Laminat genauso wie jeder andere Oberboden auf einer Fläche verlegt werden die mit einer Fußbodenheizung beheizt wird. Die Meinung vieler, dass es zu Problemen bei der Wärmeverteilung oder am Laminat kommen könnte, stimmt nur bedingt. Doch wer keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte, der sollte allerdings einige wichtige Punkte beachtet. Gerade vor der Verlegung.
Auf das Laminat kommt es an
Wer Laminat kauft, der sollte darauf achten, dass es sich auch wirklich dafür eignet auf einer solchen Flächenheizung verlegt zu werden. Jedoch sollte weiterhin auch darauf geachtet werden, ob es sich dabei um eine elektrische Fußbodenheizung oder um eine Warmwasser Fußbodenheizung handelt. Für die entsprechende Heizung muss der Hersteller das Laminat dafür freigegeben haben. Im Besonderen bei der Elektrofußbodenheizung kann es sonst zu Problemen führen. Ein langsames Erwärmen der Heizung ist dann nicht möglich, wenn der Hersteller die Freigabe nicht erteilt hat, wodurch es schließlich zu großen Temperaturschwankungen kommen und damit zu Problemen oder auch Schäden am Laminat kommen kann.
Herstellervorgaben unbedingt beachten
Eigentlich ist das Laminat für eine schwimmende Verlegung gedacht. Aber mittlerweile gibt es ebenso einige Varianten bei denen das Holz auf die Heizung geklebt wird. Möglich sind beide Versionen. Wichtig ist aber, dass bei großen Flächen darauf geachtet wird, dass Dehnungsfugen sowohl im Laminat als auch im Estrich der Fußbodenheizung vorgesehen sind. Wem es aber lieber ist, dass diese Fugen für den Betrachter möglichst unsichtbar sind, der sollte ein möglichst dunkles Holz verwenden.
Gerade bei der Verlegung eines schwimmenden Laminats ist die Wärmeleistung, die durch die Heizung abgegeben wird, geringfügig niedriger als bei einem Teppich oder bei Fliesen als Bodenbelag. Dies liegt vor allem an der Trittschalldämmung, an der Dampfsperre und am Laminat selber. Da es zu Problemen mit der berechneten Raumtemperatur kommen kann, empfiehlt der Hersteller, dass der Wärmedurchlasswiderstand einen Wert von 0,15 W/m²K nicht überschreitet. Dieses ist aber nur dann zutreffend, wenn der Fußboden erst nachträglich auf der Heizung verlegt wird. Wer sich jedoch eine neue Fußbodenheizung einbauen lassen möchte, der sollte bei der Wahl bereits den späteren Oberboden mit berücksichtigen. Eine Überschreitung von 26°C als Oberflächentemperatur sollte die Flächenheizung jedoch nicht überschreiten, da es sonst zur Austrocknung und damit auch zum spröde werden des Laminats führen kann. Wer diese Punkte beachtet, der wird mit Sicherheit sehr viel Freude an seinem Fußboden haben.