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Endlich Ruhe zu Hause

Schepper, knarz, klirr – im Alltag dringen ständig Geräusche ans Ohr, die man eigentlich gerne ausblenden möchte. Da ist man froh, wenn man in die eigenen vier Wände heimkehren kann und dort unbehelligt von Geklapper und Geplapper bleibt. Aber vor allem in Altbauten oder sehr kleinen Wohnungen kann man den Geräuschen anderer nicht immer entkommen. Hier deshalb ein paar Maßnahmen, um das Wohnen etwas ruhiger und entspannter zu gestalten.

Ein Klassiker sind Tennisballstützen unter den Lautsprechern. Manchmal muss man zwar ein bisschen Mut aufbringen, um solche Maßnahmen den Nachbarn nahe zu legen. Wenn man sich aber selber an die rücksichtsvollen Wohnregeln hält, wird man überwiegend auf Verständnis stoßen.

Hall, lass nach!

Schon bei der Einrichtung und Gestaltung des Heimes kann man für einen angenehmen Geräuschpegel sorgen. Experten sprechen vom sogenannten Nachhallwert, den es vor allem in Räumen zu verringern gilt. Das erreicht man, indem in Küche, Flur und Wohnzimmer auch Textilien mit eingeplant werden. Überall nämlich, wo nur glatte Flächen vorherrschen, wird der Schall ungebremst hin und her geworfen. Gardinen an den Fenstern, Polstermöbel und Teppich schlucken Geräusche dagegen.
Und auch schalldämmende Platten, die man in jedem Baumarkt bekommt, sorgen unter der Decke befestigt für eine ruhige Wohnatmosphäre. Solche Maßnahmen empfehlen sich übrigens vor allem in Kinderzimmern – dann können die Kleinen nämlich toben und krakeelen, ohne dass Eltern und Nachbarn der letzte Nerv geraubt wird.

Laut muss nicht sein

Scheppern und Klappern in der Küche lässt sich kaum vermeiden – aber auch die Hersteller von Küchenmaschinen haben sich des Problems inzwischen angenommen. So klingen Dunstabzugshauben längst nicht mehr wie brummende Motoren und auch moderne Spülmaschinen liegen unter 50 Dezibel. Ansonsten sorgen Unterlagen aus Gummi für weniger Vibrationen, genauso bei der Waschmaschine. Wer auch von Mixer und Pürierstab genervt ist, der hält sich beim Kauf am besten an das Siegel des „Blauen Engel“. Das Zeichen wird nämlich nur an Produkte vergeben, die besonders wenig Lärm erzeugen.

Lieber gleiten statt ruckeln

Unter Stühle und sonstige Möbel, die öfter mal geschoben werden, gehören Filzgleiter – nicht nur den Nachbarn zu liebe, sondern auch das Parkett oder Laminat wird dadurch geschont. Liegt jedoch genau da das Problem, knarren also die Dielen bei jedem Schritt, kann ein geschickter Heimwerker oder ein Tischler in der Regel mit ein paar Schrauben Abhilfe schaffen.

Damit das Wohnen auch auf dem Balkon schön ruhig und privat bleibt, hält ein Sichtschutz nicht nur ungewollte Blicke, sondern auch Geräusche fern. Blickdicht und auch noch schön sind zum Beispiel Bambuswände, die man durch einzelne Elemente einfach der Größe des Balkons anpassen kann. Spezielle Schutzelemente aus Kunststoff oder Metall sind ebenfalls sehr effizient, die Optik muss man allerdings mögen. Ansehnlicher wird’s, wenn man den Wall durch Efeu oder andere Kletterpflanzen bewachsen lässt.

Wie es heraus schallt ...

Und auch man selbst kann einiges für den lieben Frieden tun: Denn wenn man selbst nicht nach 22 Uhr die Waschmaschine anstellt oder am Sonntag den Bohrer rotieren lässt, wird auch der Nachbar sich eher an die guten Sitten halten. Genauso sind Stilettos auf glattem Boden nur schwer für Bewohner darunter zu ertragen. Und genauso wie es aus der Wohnung heraus schallt, so schallt es eben auch wieder zurück.

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